Die sieben Grundannahmen des SelbstHypnose – Trainings

Heute geht es um die Frage, welche Grundannahmen dem SelbstHypnose – Training zugrunde liegen. Dabei handelt es sich insgesamt um sieben entscheidende Faktoren, auf die ich an dieser Stelle einmal näher eingehen möchte.

1. Du besitzt in Dir besondere Fähigkeiten, Talente und Kräfte. Dies trifft grundsätzlich auf jeden Menschen zu. Die SelbstHypnose ist eine wirkungsvolle Methode, diese Fähigkeiten, Talente und Kräfte zu verstärken, auszubauen und zu intensivieren.

2. Du kommunizierst ständig mit Deinem Unbewusstsein. Dafür benutzt Du einen „besonderen Kommunikationskanal“, eine besondere Sprache: Deine Gedanken, Vorstellungen, inneren Dialoge, Gefühle usw. Diese Kommunikation findet zu 80 % autonom statt.

3. Du kannst Deine BewusstseinsZUSTÄNDE willentlich verändern. Die SelbstHypnose ist ein geeignetes Mittel, um einen veränderten Bewusstseinszustand zu erreichen: Ein Trancezustand, in dem die äußere Realität in den Hintergrund tritt und die innere, unterbewusste Wahrnehmung geschärft wird.

4. Jeder Mensch meidet „Schmerz“, unangenehmes Erleben und strebt nach Wohlbefinden. Das ist ein wichtiger Teil unserer intrinsischen Motivation. Gelingt es uns, Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen unseres täglichen Lebens zu finden, geht es uns besser. Durch SelbstHypnose kannst Du auf ein wesentlich größeres „Lösungsfindungspotenzial“ zurückgreifen als nur durch Deinen Geist.

5. Du kannst Deine Aufmerksamkeit steuern. Viele haben das Problem, ihre Aufmerksamtkeit zielgerichtet zu fokussieren. Doch dies ist durchaus möglich. SelbstHypnose ermöglicht es Dir, Deine Aufmerksamkeit zu steuern, den Fokus von innen heraus zu lenken und so die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen, um Deine Ziele durch eine gewollte Aufmerksamkeits­fokussierung zu erreichen.

6. Deine Gedanken steuern Deine Wahrnehmung.  Die Macht der Gedanken ist enorm, bewies eine Studie der Universität Jena, in der Forscher untersuchten, wie das Gehirn hypnotische Zustände ermöglicht.

„Wir müssen nicht mehr zeigen, dass Hypnose wirksam ist, denn das ist bewiesen. Es gilt vor allem herauszufinden, warum und wie solche merkwürdigen Wahrnehmungsveränderungen bei hypnotisierten Menschen möglich sind“,

sagt Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang H. R. Miltner. (https://www.uni-jena.de/Forschungsmeldungen/FM170707_Hypnose_Hirntheorie.html)

7. Du erlebst das, was Du Dir vorstellst. Wenn Du Dir vorstellst, morgen wird ein guter Tag, wirst Du mit größerer Wahrscheinlichkeit einen positiveren Tag erleben, als wenn Du mit negativen Gedanken in den Tag gehst. Erwartest Du beispielsweise eine schlechte Leistung bei einer Prüfung, hat das unmittelbaren Einfluss auf Dein Erleben vor und während der Prüfung. Stichwort: Selbsterfüllende Prophezeiung.

Die Erkenntnis, dass das Unterbewusstsein durch Gedanken gelenkt werden kann, ist vermutlich die größte Entdeckung aller Zeiten.

William James (1842-1919) US-amerikanischer Psychologie und Philosoph; gilt als Begründer der Psychologie in den USA und als einer der wichtigsten Vertreter des philosophischen Pragmatismus.

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Thomas Van der Grinten